Politik und Web 2.0
Posted by K.Kokoska in Trends

© Bertelsmann Stiftung
Das Internet wird immer wichtiger – auch für unsere Politiker und Parteien, die besonders im Wahlkampf jede Möglichkeit an positiver Medienpräsenz und Gewinnung neuer Wählerstimmen wahrnehmen wollen. Also habe ich mich in den unendlichen Weiten des World Wide Webs auf die Suche nach deutschen Politikern begeben und mir einmal angesehen, wer sich wo und wie im netz präsentiert.
Zuerst habe ich mir die sozialen Netzwerke angesehen. Und tatsächlich: sowohl unsere Bundeskanzlerin, wie auch Guido Westerwelle oder Frank-Walter Steinmeier sind in Facebook vertreten. Allerdings sucht man die großen Politiker in XING oder MySpace vergeblich. Dafür sind die Parteien zum Großteil auch im StudiVZ zu finden.
Dann habe ich mir die Videoportale angesehen und bin auch hier fündig geworden. Auf YouTube ist die CDU mit dem Kanal "CDU TV" vertreten und die SPD ist dort über die verschiedenen Bundesländern zu finden, wie beispielsweise mit dem Kanal der SPD Hessen. Sehr interessant ist eine Aktion der CDU auf www.clipfish.de. Hier bietet die Bundeskanzlerin zusammen mit RTL News einen Channel an, der sich "Frag die Kanzlerin" nennt. Hier haben die User die Möglichkeit per Video Fragen an die Kanzlerin zu stellen.
Aber auch Podcasts werden angeboten. Die CDU stellt unter www.cdu-podcast.de Hördateien zur Verfügung, die SPD bietet diese in Apple iTunes an und auch die Grünen stellen auf Ihrer Homepage verschiedene Audiodateien zur Verfügung.
Als letztes konnte ich beobachten, dass auch Internet-Foren und Blogs in der Politik immer interessanter zu scheinen werden. Sowohl die CDU und die SPD, als auch die FDP oder die Grünen bieten verschiedene Möglichkeiten der Diskussion und Meinungsäußerung an.
Abschließend kann ich nur sagen: die großen Parteien nutzen viele verschiedene Web 2.0 Dienste, sind in großen Communities vertreten und zeigen sich modern und gesprächsbereit. Doch eine Frage bleibt offen: wie oft stehen hinter den Beiträgen und News wirklich die Politiker selbst und nicht Helfer und Angestellte, die dies im Auftrag einer Frau Merkel oder einer anderen politischen Persönlichkeit schreiben? Antworten uns auf unsere Fragen und Kommentare wirklich stets die Politiker, die wir auch anschreiben oder vielleicht doch nur deren Mitarbeiter? Und ist es nicht der Wunsch der Mitbürger und User in eine direkte Kommunikation mit den Politikern zu treten, in der Authentizität eine wesentlich wichtigere Rolle spielt?
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