4Apr
Personalmarketing im Web â€
© szlea

Gibt es ein mächtigeres Marketinginstrument als die Mundpropaganda? Wohl nicht. Welche Werbekampagne kommt schon gegen persönliche Empfehlungen von Freunden, Kollegen oder Verwandten an? Auch bei der Wahl des Arbeitgebers ist das nicht anders. Und in Zeiten des Internets wurden nun auch die Begriffe Freund und Bekannter anders, denn soziale Netzwerke wie LinkedIn und Xing verbinden heute weitaus mehr Menschen, als es ein normaler Bekanntenkreis ohne Internet vermag. Und gerade junge Menschen nutzen diese Netzwerke, um sich auch über potentielle neue Arbeitgeber zu informieren. Heute hat nach eigenen Firmenangaben bereits jedes der 350 Millionen Mitglieder der Plattform Facebook im Schnitt um die 130 Freunde. Auch ohne irgendeinen persönlichen Kontakt fühlt man sich mit ihnen verbunden. Und auch mit Twitter oder StudiVZ ist es heute jederzeit möglich, jemanden zu finden, der bei der anvisierten Firma arbeitet und auch Auskunft geben kann. Für das bisherige Personalmarketing kann dies recht erhebliche Folgen haben, denn potentielle Bewerber haben heute bereits sehr oft eine vorgefasste Meinung über ein Unternehmen, weil Informationen von Mitarbeitern oder auch ehemaligen Mitarbeitern ausgeplaudert worden sind.
Wenn es dabei um unbezahlte Überstunden oder Inkompetenz im Führungsbereich geht, ist dies natürlich nicht gerade eine Werbung für das Unternehmen. Wenn man einmal bedenkt, wie viele Menschen das lesen, und wie lange sich diese Behauptungen in den Suchmaschinen finden lassen, ist es für Personaler schon wichtig, auch darüber Bescheid zu wissen. Und bestimmt ist es auch nicht verkehrt zu versuchen, das Image zu verbessern. Aber leider nutzen noch nicht viele Unternehmen diese Möglichkeit, über die Kommunikationsmittel wie Facebook ihre Firma zu präsentieren. Einer der Pioniere ist hier der Medienkonzern Bertelsmann. So kann der Konzern den Kontakt zur Zielgruppe halten und weniger Kandidaten lehnen ein Jobangebot ab. Dies sollte ein Ansporn für andere Unternehmen sein, den sozialen Netzwerken offener gegenüber zu stehen und ihre Firma aktiv zu präsentieren, und so findet man auch weitaus mehr Talente.



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