Monetarisierung im Web 2.0
abgelegt im Archiv Monetarisierung am 23.11.08

Ging es Startups zum Anfang der Web-2.0-Ära fast ausschließlich darum ihr Angebot in den Mittelpunkt zu stellen und möglichst viele Nutzer dafür zu begeistern, setzt zum Ende (?) von Web 2.0 allmählich ein Prozess des Umdenkens ein. Als Katalysator sorgt die weltweite Finanzkrise vermehrt dafür, dass sich Gründer schon viel früher Gedanken zur Monetarisierung ihres Startups machen, als es noch vor wenigen Monaten der Fall war.
Dazu beigetragen haben auch die Negativbeispiele StudiVZ, Twitter und facebook, die allesamt über enorme Nutzerzahlen verfügen, aber aufgrund fehlender Geschäftsmodelle bisher nur Kosten verursachen und nichts verdienen.
Mark Ralea, der sich auf seinem Blog Eikyo immer wieder um die Problematik der Monetarisierung im Web 2.0 kümmert, hat sich einmal die Mühe gemacht, Fragen zu formulieren, die sich Startup-Gründer stellen sollten, um nicht eine weitere "Geldvernichtungsmaschine" zu entwickeln:
Wie können die Betreiber das ändern?
Eine der Kernfragen welche wohl jeder Betreiber unterschiedlich beantworten muss. Der Weg dahin ist aber bei allen gleich. Zu erst müssen Fragen gestellt werden!
1. Was für eine Art User haben wir?
2. Welche Dienstleistung erwartet diese von der Community?
3. Wie können wir aus dem einzelnen User Geld erwirtschaften ohne Ihn in seiner Aktivität zu stören oder zu nerven?
4. Können wir ihm vielleicht sogar einen Mehrwert für den er Geld zahlt schaffen über den er noch aktiver in der Community ist?
5. Können wir das alles realisieren ohne großen Entwicklungsaufwand oder Mehrarbeit?
6. Reicht das zusätzliche oder veränderte Erlösmodell um ein positives Unternehmensergebnis zu erwirtschaften?
Mark erstellt zu dem Thema aktuell auch eine Studie, deren Ergebnisse Anfang Dezember erwartet werden. Wir sind gespannt...

Permalink: Monetarisierung im Web 2.0
Tags: Monetarisierung Startups Geschäftsmodell Gründer
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Kommentar von:
Jan
(27.12.08 15:04 Uhr)
Ich finde, dass manch ein Social community mit Nutzern zu zart umgeht. Es kann nicht sein, dass man etwas mit enormer Reichweite anbietet und dabei draufzahlt. Wenigstens die Kosten müssen herbeigeschafft werden. M.E. müssten die Betreiber die Dienste irgendwann mit werbung zukleistern, wenns nicht anders geht...
Kommentar von:
neon tabela
(20.06.09 14:58 Uhr)
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