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Interviews
von Falk Hedemann am 18.08.08

Die Shopping24 GmbH betreibt mit smatch.com ein Shopping-Portal der etwas anderen Art. "Wie einkaufen, nur besser!" heißt es auf der Website. Gemeint ist damit die Verbindung von Shopping und Social Network. Man kann sich z.B. auf smatch.com beim Einkauf der persönlichen Lieblingsprodukte mit Gleichgesinnten austauschen und so neue Freunde finden.
Ich hatte jetzt im Rahmen meiner Interviewserie die Möglichkeit Dr. Björn Schäfers, dem Geschäftsführer von Shopping24 einige Fragen zu stellen.

1) Es gibt ja mittlerweile für fast jede Gelegenheit den passenden Web 2.0-Dienst. Welche davon findest Du besonders nützlich und nutzt sie auch selber?
Der Web 2.0-Dienst, der mich neben smatch.com besonders begeistert, ist last.fm. Hier bekomme ich exzellent auf mich zugeschnittene Musik-Vorschläge. smatch.com geht daher auch nicht zufällig in eine ähnliche Richtung: Wir wollen jedem User zu ihm passende Produktvorschläge für Mode-, Wohnen- und Lifestyle-Produkte generieren.
2) Als kleiner Denkanstoß für zukünftige Web 2.0-Startups: was vermisst Du im Web 2.0 noch?
Ach, da gibt es noch so vieles... Ich wünsche mir bei vielen Diensten vor allem mehr Personalisierung.
3) Wie würdest Du "smatch.com" beschreiben und wie kam es zu dem Projekt?
Entstanden ist die Idee vor einigen Jahren, als ich mir einen schwarzen Rucksack kaufen wollte und mir mal wieder aufgefallen ist, wie schwer es ist, im Internet eine vernünftige Übersicht über Produkte aus den Bereichen Mode und Wohnen zu finden. Für Bücher, Musik, technische Produkte oder Reisen ist das alles kein Problem, aber für Mode und Wohnen schon. Irgendwann hat mich das nicht mehr nur gewundert, sondern auch geärgert. Einer Kollegin erging es ähnlich, die grüne Stühle für ihre Küche suchte... Mit smatch.com wollen wir genau das ändern.
Kern von smatch.com ist daher eine spezialisierte Suche für Produkte aus den Bereichen Mode, Wohnen und Lifestyle: Egal ob du nach einem T-Shirt, einem Sofa oder Turnschuhen suchst, smatch.com liefert einen Überblick über diese Produkte und greift dabei schnell - und vollkommen unabhängig - auf Hunderte von Online-Shops zurück. Zusätzlich hilft smatch.com mit verschiedenen Personalisierungs- und Community-Funktionen, aus der Vielfalt neue Trends und die jeweils individuell passenden Empfehlungen zu bekommen. Das ist etwas, was bei Mode, Wohnen und Lifestyle ganz wichtig ist: Denn bei dem, was wir jeden Tag tragen oder wie wir uns mit Möbeln einrichten, geht es immer auch um Individualisierung und um Ausdruck des Lebensstils, selbst wenn man nur ein weißes T-Shirt sucht.
4) Welche Entwicklungen können wir für die Zukunft erwarten, was habt ihr geplant um euch von der Konkurrenz abzuheben?
Einerseits muss man sagen, dass es bislang gar nicht so viel Konkurrenz gibt, denn smatch.com ist die erste Produktsuche, die sich auf die Bereiche Mode, Wohnen und Lifestyle konzentriert und dabei nicht nur typische rationale Suchkriterien wie Preis oder Marke berücksichtigt, sondern auch auf die Empfehlung durch andere User und den Austausch innerhalb der Community setzt. D.h. der einzelne User steht als Ratgeber, Trendsetter und Empfehlungsgeber viel mehr im Mittelpunkt als bei klassischen Preissuchmaschinen.
smatch.com wird ständig verbessert und weiterentwickelt, um noch bessere Empfehlungen geben zu können. Bei der Entwicklung neuer Ideen bzw. der Optimierung unserer Suche setzen wir natürlich auf unsere Nutzer, die uns häufig Feedback geben. Viele von ihnen haben sich z.B. in der jüngsten Vergangenheit Möglichkeiten gewünscht, sich noch stärker kreativ mit Produkten auseinander zu setzen. Dafür testen wir z.B. gerade verschiedene Ansätze. Ähnlich im Bereich der Personalisierung. Und natürlich arbeiten wir parallel immer daran, die Vielfalt an Produkten und Shops zu erhöhen...
5) Gab es auch Fehler bei der Umsetzung von "smatch.com" und welche Tipps würdest Du angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Wenn du bei vielen Themen und Funktionen Neuland betrittst, machst du natürlich auch Fehler. Wir haben versucht, ganz früh und schon vor dem Start Einschätzungen von potenziellen Usern einzuholen. Auch haben wir uns mit vielen Experten und anderen Gründern unterhalten, um Fehler zu vermeiden. Das wäre auch mein Tipp: Keine Scheu zu haben, viele Leute um Rat zu fragen und nicht zu glauben, dass jeder, mit dem man redet, die Idee gleich kopieren wird.
6) Bei welchem Web 2.0-Projekt hättest Du gerne mitgewirkt?
Wahrscheinlich bei last.fm, weil die Jungs auch etwas Neues geschaffen haben und toll gezeigt haben, wie Vorlieben und Erfahrungen zu personalisierten Empfehlungen umgemünzt werden können.
7) Mal ehrlich: welchen Konkurrenten würdest Du am liebsten übernehmen, wenn dies möglich wäre?
Auch wenn du es mir vermutlich nicht glauben wirst, aber ganz ehrlich, momentan gibt es da noch keinen. Vielleicht ändert sich das ja noch...
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Wong
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Kommentar von:
neon
(20.07.09 14:26 Uhr)
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