Flashmob über Facebook – nicht immer ungefährlich
Posted by admin in Social Networking

© benstein
Flashmobs sind ja nicht mehr wirklich etwas Neues. In Frankreich ist es mittlerweile ein Renner bei Jugendlichen geworden, sich über Facebook zu Massenpartys zu verabreden, die regelmäßig in einem Massenbesäufnis enden. Am Anfang gab es hier nur ein paar, rund Hundert Menschen, die sich versammelten, und mittlerweile sind es gar Tausende, die sich hier versammeln. Das ist an sich ja auch nicht so schlimm, wenn der Alkohol hier nicht in Strömen fließen würde. Regelmäßig werden dabei Dutzende junge Menschen in umliegende Krankenhäuser eingeliefert, und nun gab es sogar einen Todesfall in Frankreich, weil er, im vollkommen betrunkenen Zustand, von einer Brücke fiel. Und das mit gerade einmal 21 Jahren. Bürgermeister fordern hier schon lange Beschränkungen für diese Partys. Nach diesem Vorfall wurden viele solcher Veranstaltungen ganz einfach ganz abgesagt. Wie gesagt, die berühmten Flashmobs, wo sich Menschen, die sich gar nicht kennen, zu ganz spontanen Aktionen und Partys verabreden, gibt es ja schon recht lange, aber der enorme Erfolg mittels Facebook, das weltweit um die 400 Millionen an Nutzern zählt, hat dem ganzen eine absolut neue Dimension gegeben. Obwohl bei der verhängnisvollen Party in Nantes der Alkoholverkauf verboten war, mussten über 90 junge Menschen morgens um halb fünf nach Ende dieser Party von den Sanitätern betreut werden. Einlieferungen ins Krankenhaus gab es ebenfalls viele.
Von den Sachbeschädigungen und Diebstählen braucht man gar nicht erst zu reden. Die Politik versucht verzweifelt, dieses Geschehen in den Griff zu bekommen, leider bisher nur mit mäßigem Erfolg. Neben einer erhöhten Polizeibereitschaft und Beobachtung versucht man nun, den Facebook-Nutzern, die zu so einer Party aufrufen, klarzumachen, welchen Strafen sie bei Problemen, die nicht zu vermeiden sein werden, entgegensehen werden. Dass man sich über die sozialen Netzwerke mit so vielen unterschiedlichen Leuten verabreden kann ist schon schön, aber wenn so etwas in solchen Besäufnissen endet, dann wünscht man sich doch die Zeit ohne diese Netzwerke zurück. Vermeiden lassen werden sich solche Aufrufe nicht, man kann nur hoffen, dass die Menschen doch einmal zu ihrem gesunden Menschenverstand zurückfinden.
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